Thomas Pfeffer

Kreis-/Gemeinderat aus Lalling
Bundestags-Spitzenkandidat der BP

11.03.2020

Gut besuchter Wahlkampfendspurt der Bayernpartei im Landkreis Deggendorf

Wahlprogramm für die Kreistags- und Gemeinderatswahl erläutert – Rekordzahl an BP-Kreistagskandidaten aus dem Lallinger Winkel und Plattling

Ranzing/Lalling. Auf der zweiten und letzten Wahlveranstaltung der Bayernpartei Lalling ging Bürgermeisterkandidat Thomas Pfeffer auf die Zielsetzungen für die Lallinger Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl, die entsprechenden Kandidaten sowie explizit auch auf die Kreistagswahl ein. Den kommunalpolitischen Frühschoppen besuchten etwa 50 Zuhörer/innen im Gasthof Oswald in Ranzing.

Pfeffer entschuldigte zu Beginn seiner Begrüßungsrede den JBB-Vorsitzenden Mario Gafus, welcher einen Kurzvortrag zum Thema "regenerative und dezentrale Energieversorgung" halten wollte, jedoch aufgrund einer Erkrankung kurzfristig absage. Dies soll laut Pfeffer zeitnah nachgeholt werden. Im Anschluss stellte sich der Bürgermeisterkandidat kurz vor. Der 30-jährige Erzieher, welcher in der ambulanten Familien- und Jugendhilfe arbeitet, und zusätzlich als Teamleiter eine Mannschaft von 10 Mitarbeitern leitet, kennt Lalling "von Grund auf". Pfeffer wuchs in Lalling auf und lebt zusammengerechnet nunmehr 28 Jahre in der Bayerwaldgemeinde, mit einer kurzen Ausnahme von 2 Jahren in Regen. Der Bürgermeisterkandidat beschrieb des Weiteren seine Vereinstätigkeiten, unter anderem als aktives Landesvorstandschaftsmitglied beim Bund Bairische Sprache, aber auch vor Ort zum Beispiel beim Erholungsflächenverein Lalling. Der Ortsvorsitzende der BP erläuterte insbesondere seine Motivation für das Bürgermeisteramt. Der 30-jährige möchte Lalling "gemeinsam voranbringen". Laut seiner Aussage möchte Pfeffer "nicht mit den Entscheidungen des bisherigen Bürgermeisters und Gemeinderats abrechnen, da auch viel Positives geleistet wurde". Dennoch sieht Pfeffer noch viel Verbesserungsbedarf in der Gemeinde Lalling. Zudem gab er kurz ein paar Worte zu seiner Art: "Ich vertrete stets eine klare Meinung, bin kein Umfaller, aber in der Sache durchaus kompromissbereit. Mir ist eine Zusammenarbeit mit den anderen Parteien wichtig", so Pfeffer, der seine Rede "aus Überzeugung" komplett auf Bairisch hielt.

Im Anschluss wurden die 24 Gemeinderatskandidaten ausführlich vorgestellt, viele von ihnen waren persönlich anwesend, insbesondere die Spitzenkandidaten. Pfeffer hob den jungen Altersschnitt, die vielfältigen Berufe und das (Vereins-)Engagement sowie die Verwurzelung der Kandidaten im Lallinger Winkel hervor.

Pfeffer ging anschließend in seiner etwa 75-minütigen-Rede auf die Zielsetzungen der BP für die Lallinger Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl ein. Etwa wurden die notwendigen Investitionen ins Feuerwehrwesen dargestellt. Pfeffer sieht die Notwendigkeit eines Neubaus des Feuerwehrhauses, nach langem Abwägen der Vor- und Nachteile. Im Bereich der Infrastruktur sollte der Bauhof personell besser ausgestattet werden, am besten mit zwei Stellen, um unter anderem dem Winterdienst zu verbessern. Hier lobte Pfeffer die bisherige Gemeindeführung, welche aktuell eine Anzeige für immerhin einen neuen Bauhofmitarbeiter schaltete. Des Weiteren sollen bisherige Straßensanierungen fortgeführt werden und möglichst viele Gemeindestraßen saniert werden, solange es eine großzügige Förderung gibt. Des Weiteren möchte die Bayernpartei Lalling eine Leerstandsbörse um die Dorfkerne zu beleben, ebenso wie die Schaffung von günstigen Bauland für einheimische Familien. Darüber hinaus schwebt den Bayernparteilern der Wunsch nach einem eigenen Lallinger Gewerbegebiet vor, am Besten an der B533 Richtung Euschertsfurth, als Erweiterung des Rohrstettener Gewerbedorfes und sozusagen als ein gemeindeübergreifendes Gewerbegebiet.

Auch ist es Pfeffer und der Bayernpartei ein Anliegen die medizinische Versorgung im Lallinger Winkel aufrecht zu erhalten. Bis dato hat man laut Pfeffer den Vorteil mit zwei Hausarztpraxen in Lalling aufwarten zu können. Der Bürgermeisterkandidat wünscht sich dies auch weiterhin und möchte hierfür die Rahmenbedingungen schaffen, dass auch der zweite kassenärztliche Platz dauerhaft in Lalling erhalten bleibt.

Das Dollmaier-Projekt sollte nach den Worten von Pfeffer erfolgreich zum Abschluss gebracht werden und ein Pächter gefunden werden. Wenngleich Pfeffer die Entscheidung zum Kauf und Sanierung des Dollmaier-Anwesens aufgrund des finanziellen Risikos "so nicht getroffen hätte", möchte er das Projekt mit allen Kräften vorantreiben. Pfeffer hätte sich maximal "eine kleine Lösung" mit dem Abriss des Saals und dem Fokus auf das Wirtshaus und den denkmalgeschützten Zehentstadel gewünscht. Jedoch so Pfeffer: "Planänderungen bedeuten zum jetzigen fortgeschrittenen Stadium ein viel zu großes finanzielles Risiko". Pfeffer warnte davor aufgrund der niedrigen Zinssätze dazu verleitet zu werden massiv Schulden aufzunehmen: "Sämtliche Kreditaufnahmen müssen wieder zurückgezahlt werden, das darf man nicht vergessen!". Aufgrund der Investitionen ins Feuerwehrwesen, dem Dollmaier-Projekt, notwendigen Straßen- und Kanalsanierungen sowie den laufenden Kosten sieht Pfeffer den Rahmen für große Investitionen sehr begrenzt. Im Bereich des Tourismus, der für Pfeffer eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt, sollte man die Wanderwegebeschilderung verbessern, den Kurpark attraktiv halten und um eine neue Attraktion ergänzen, dies aber möglichst kostengünstig in Zusammenarbeit mit dem Erholungsflächenverein.

Im Anschluss ging der 30-jährige Lallinger auf die zeitgleich stattfindende Kreistagswahl ein. 22 Kandidaten/Kandidatinnen aus dem Lallinger Winkel, darunter 5 aus Hunding und 17 aus Lalling, bedeuten einen "Positivrekord an Kreistagskandidaten aus den Gemeinden Hunding und Lalling" so Pfeffer. Für den Bürgermeisterkandidaten wäre es ein Gewinn, wenn zusätzlich jemand aus dem Lallinger Winkel in den Deggendorfer Kreistag einziehen würde, um dort unter anderem Themen wie den Streuobstanbau im Lallinger Winkel sowie den Tourismus im Landkreis voranzutreiben. Neben der Kurzvorstellung der Kreistagskandidaten aus Lalling und Hunding ging Pfeffer, der selbst als Spitzenkandidat der BP-Kreistagsliste auf Platz 1 kandidiert, im Schnelldurchlauf auf wichtige Zielsetzungen der Kreistagswahl ein. Beispielsweise nannte er den Ausbau und die Sanierung von Kreisstraßen statt einer autofahrerfeindlichen Politik als wichtiges Ziel. Pfeffer möchte die Pendler im Landkreis Deggendorf besser wertschätzen, jedoch den ÖPNV als "Alternative für Schüler/Auszubildende, Menschen ohne Führerschein sowie für ältere Personen ausbauen, die auf ihr Auto verzichten wollen". Die Bayernpartei wünscht sich dazu eine Erhöhung der Takte auf den wichtigen Linien, ein ausreichendes Angebot am Wochenende, ebenso Nachtschwärmerlinien sowie einen Probebetrieb auf der Bahnstrecke Deggendorf-Hengersberg. Des Weitern sollten die Radwege an stark frequentierten Kreisstraßen ausgebaut werden, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Im Bereich der Wirtschaft soll der Mobilfunk im Landkreis vollständig ausgebaut werden, ebenso wie die Breitband-Internetanschlüsse. Mehr Wertschätzung und weniger Bürokratie wünscht sich Pfeffer für die gebeutelte heimische Landwirtschaft, ebenso wie für die Wirtschaftsbetriebe im Allgemeinen.

Im Bereich der Bildung erscheint es Pfeffer bedeutsam regelmäßig in die Bildungseinrichtungen in der Hand des Landkreises zu investieren. Applaus von den Zuhörer/innen gab es für eine "Spezialforderung" von Pfeffer. In den Bildungseinrichtungen des Kreises soll wieder mehr Bairisch gesprochen werden, insbesondere muss das pädagogische Personal den einheimischen Dialekt und die angestammte Kultur mehr fördern. Pfeffer will vor allem bei der Erzieherausbildung an der Fachakademie für Sozialpädagogik des Landkreises Deggendorf, einer Einrichtung des Landkreises, den Stellenwert der bairischen Sprache erhöhen, damit die Erzieher/innen als Multiplikatoren in ihrer späteren pädagogischen Arbeit mit positivem Beispiel vorangehen und den Kindern "nicht weiter den Dialekt austreiben".

Bezüglich des Umweltschutzes im Landkreis wünscht sich die Bayernpartei "mehr Augenmaß" und griff hierbei frontal die Grünen an, "welche die heimische Landwirtschaft sowie die wichtige Automobilindustrie gefährden." Stattdessen will die BP eigene Akzente im Umweltschutz setzen. Die BP lehnt laut Pfeffer den Ausbau der Donau in allen Varianten ab, da dies in keiner Relevanz zum erhofften wirtschaftlichen Nutzen steht. Des Weiteren sollen mehr Landkreisgebäude mit Photovoltaikanlagen bestückt werden und diese mit regenerativen Energien, z. B. Hackschnitzel oder Pellets aus heimischer Produktion versorgt werden. Ebenso sollten die Einrichtungen des Landkreises, etwa das Kreiskrankenhaus, verstärkt mit Produkten bzw. Lebensmitteln aus der Region beliefert werden, um lange Transportwege zu verhindern und die eigene Landwirtschaft zu stärken.

Im Sozialbereich wünscht sich Pfeffer eine Stärkung der Jugendhilfe, insbesondere eine Personalaufstockung im Jugendamt sowie die Sicherung des Kreiskrankenhauses Deggendorf und eine menschlichere Krankenhauspolitik ("Mensch vor Profit"). Nach dem offiziellen Teil wurde den Zuhörer/innen die Möglichkeit gegeben Fragen an den Bürgermeisterkandidaten zu stellen, was genutzt wurde und bei den Zuhörern gut ankam.



Bürgermeister- und Kreistagsspitzenkandidat Thomas Pfeffer gibt sich kämpferisch


Die Wahlveranstaltung war gut besucht (Ausschnitt aus der Mitte des Raumes)


Der Musikant Maximilian Achatz gestaltete anschließend den gemütlichen Teil des kommunalpolitischen Frühschoppens.



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